Wir kämpfen für den Wohnraum, den wir haben

Eines steht nach der Bürgerversammlung vom gestrigen Abend fest: Nun bekommt Landsberg ein Verkehrskonzept, wie es im Buche steht. Nicht nur deswegen, weil rund 130 Bürger im Sportzentrum dem Stadtrat nahezu einstimmig empfohlen haben, über künftige Baugebiete erst dann zu entscheiden, wenn ein solches Konzept entwickelt ist. Sondern vor allem deswegen, weil viele Anwesende dem Stadtrat und der Verwaltung die Erstellung eines nachhaltig wirksamen Verkehrskonzepts gar nicht zutrauten. Sie spekulierten in Wirklichkeit darauf, dass es keine Lösung gibt.

Die meisten Teilnehmer der Bürgerversammlung gehörten nämlich einer der Bürgergruppen an, die sich gegründet haben, um weitere Baumaßnahmen in ihrem jeweiligen Umfeld zu verhindern. Als solche gaben sie sich auch zu erkennen. „Wir kämpfen für den Wohnraum, den wir haben“, erklärte einer. „Wir brauchen keinen Flächenfraß für Fremde“, betonte ein anderer. „Wir müssen Nachverdichtung im Innenbereich reduzieren“, forderte ein Dritter. „Wir brauchen keinen Zuzug“, sagte ein Vierter.

Tatsächlich ist das Verkehrskonzept eine Chance, schon lange bestehende Verkehrsprobleme endlich anzugehen. Vielen dürfte aber noch nicht klar sein: Das Konzept wird bei häufigen PKW-Nutzern Blut, Schweiß und Tränen produzieren.

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