Im Krisenmodus

Seit der missglückten Informationsveranstaltung der Stadtwerke am Montag ist der Stadtrat im Krisenmodus, Heute Abend diskutierte er über mögliche Kompensationsmaßnahmen für die Schließung der Schloßberggarage, konnte sie aber nicht beschließen, weil nach Meinung der Justitiarin der Verwaltung die erforderliche Eilbedürftigkeit fehlte. Deswegen stieg er dann auch nicht allzu sehr ins Detail ein, zumal Manches schnell gesagt, aber in der Kürze der Zeit schwer umsetzbar ist.

Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe soll nun bis Montag Maßnahmen vorschlagen. Dienstag tagt der Verwaltungsrat der Stadtwerke. Mittwoch trifft sich der Stadtrat zu einer Sondersitzung. Der zunächst vom KREISBOTEN formulierte Vorschlag, die Waitzinger Wiese ein Jahr lang für Kurzparker kostenfrei zur Verfügung zu stellen, ist nach Aussagen von Ordnungsamtschef Ernst Müller machbar und wird offenbar von einer breiten Mehrheit im Stadtrat befürwortet. Die CSU und die Landsberger Mitte hatten den gleichen Vorschlag unterbreitet. Auch für die Dauerparker zeichnen sich Lösungen ab. 24-Stunden-Parker sollen wohl einen Parkplatz in der Lechgarage bekommen. Für 14-Stunden-Parker denkt man an ein kostenloses Monatsticket für den Bus.

Mit großer Verwunderung nahm der Stadtrat ein umfassendes Kommunikationskonzept zur Kenntnis, das eine Agentur für die Stadtwerke erarbeitet hat. Es lag am Montag bereits vor und hätte von Stadtwerke-Chef Norbert Köhler präsentiert werden können. Dass er es nicht getan hat, stieß auf Unverständnis. Insgesamt muss man den Stadtrat und den Verwaltungsratsmitgliedern der Stadtwerke attestieren, dass sie um eine effektive Lösung bemüht sind. Insofern war die lange und schwierige Sitzung, die Bürgermeisterin Doris Baumgartl im Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters konsensorientiert leitete, ein Gewinn.

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