Der Landkreis, den ich meine

In der vergangenen Nacht träumte ich von einem Landkreis, in dem Klugheit herrscht und Sachverstand regiert.

  • Der Landkreis, den ich meine, beschließt seinen Haushalt nicht per Kampfabstimmung.
  • Der Landkreis, den ich meine, setzt auf Konsens statt Mehrheit.
  • Der Landkreis, den ich meine, nimmt Rücksicht auf die Finanzlage seiner Gemeinden.
  • Der Landkreis, den ich meine, gibt keine teure Planung für einen kompletten Amtsneubau in Auftrag, der nicht mehrheitsfähig ist.
  • Der Landkreis, den ich meine, akzeptiert das Planungsrecht seiner Gemeinden und passt Vorhaben in deren Flächennutzungsplanung ein.
  • Der Landkreis, den ich meine, bleibt bei Bürgermeisterwahlen neutral.
  • Der Landkreis, den ich meine, belässt Asylbetreuung bei gemeinnützigen Organisationen und zieht sie nicht an sich.
  • Der Landkreis, den ich meine, versucht nicht, den Umstieg auf hybride Busse zu verhindern.
  • Der Landkreis, den ich meine, stellt keine unbegründeten Strafanzeigen gegen soziale Träger.
  • Der Landkreis, den ich meine, definiert Familiennachzügler nicht als Obdachlose und schiebt sie an die Kommunen ab.

Nach dem Aufwachen stellte ich fest: Eigentlich gab es diesen Landkreis in dieser Form schon mal bei uns. Aber das ist Jahre her.

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