Sparkasse, Landratsamt, Schwaighofsiedlung

Das wird ein spannender Mittwoch, der 15. November 2017. Am Ende des Tages wissen wir mehr über die Sparkassenfusion, das weitere Vorgehen in Sachen „neues Landratsamt“ und die baulichen Perspektiven für die Schwaighofsiedlung.

Die Fusion kommt

Zur Sparkassenfusion liegt inzwischen ein Gutachten des Beratungsunternehmens zeb vor. Es zeigt den „Mehrwert“ auf, der aus der Zusammenlegung der Sparkassen Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg-Dießen folgen kann. Nach dem, was bislang durchgesickert ist, gibt es durchaus an einigen Stellen Fragezeichen, die Synergieeffekte überwiegen aber deutlich. Das Fazit: Die Fusion macht Sinn. Es ist anzunehmen, dass die Verbandsversammlung das auch so sehen und damit dem Trend zu größeren Einheiten folgen wird.

Grafik: landsbergblog. Die Entwicklung von 2016 bis 2025 beruht auf einer Prognose des Beratungsunternehmens zeb.

Mit der Fusion wäre die neue Sparkasse, in der die Stadt Landsberg, der Kreis und der Markt Dießen Juniorpartner sind, nach der Bilanzsumme auf Platz 22 in Deutschland, etwa genau so groß wie die Sparkassen Esslingen-Nürtingen, Heilbronn und Krefeld.

Die Mitarbeiter der Sparkasse werden nach Informationen des landsbergblog übrigens wohl erst nach der Presse informiert. Wie man’s macht, macht man’s falsch, könnte man da sagen. Uns fällt auch keine gute Reihenfolge ein. Gleichzeitig geht wahrscheinlich auch nicht.

Wo ist das Vorhaben?

Zweites Thema: Wie geht der Stadtrat in Sachen „neues Landratsamt am Penzinger Feld“ weiter vor? Der Landrat hat noch einmal einen Brief geschrieben, der zu den Unterlagen nachgereicht wurde, und bittet dringend um einen „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“. Die Stadt weist aber darauf hin, dass es erstens noch gar kein konkretes „Vorhaben“ gibt (in Form von Plänen und dem Nachweis der Finanzierung), zweitens der Flächennutzungsplan an der gewünschten Stelle bislang eine landwirtschaftliche Nutzfläche vorsieht, also erst geändert werden muss, und drittens die Folgen der „Osterweiterung“ Landsbergs – das nennen wir jetzt mal so – möglicherweise noch weitreichend sein werden. Um weiterzukommen, sollte der Landkreis jetzt erstmal seinen Architektenwettbewerb starten; dann kann man sehen, was konkret entstehen soll und dann weiß auch der Kreistag, wie viele Millionen das kostet. Bisher ahnt er es nur.

Neue Siedlungskubatur

Drittes Thema: Die Anwohner der Schwaighofsiedlung haben sich erneut an den Stadtrat gewandt, um das Vorhaben „Hopfengarten“ zu verhindern. Ihr Vorschlag: Die Stadt möge sich doch bitte vom Bauwerber verklagen lassen, um eine gerichtliche Klärung herbeizuführen, ob sich das dreigeschossige Vorhaben wirklich einpasst. Sie bitten auch darum, dass der Stadtrat – in den das Thema „hocheskaliert“ wurde – den Bauausschuss beauftragt, sich noch einmal mit den möglichen Folgen im unmittelbaren Umfeld zu befassen; dabei geht es vor allem um Grundwasser und den Spielplatz.

Generell gilt: Wir werden wohl gerade Zeugen einer nicht aufhaltbaren Entwicklung. Was die Stadt da durchwinkt und wohl durchwinken muss, ist eine neue Siedlungskubatur, die an der Altöttinger Straße im Frank-Bau ihren Anfang genommen hat und sich nun verfestigt. Man kann das positiv sehen – das Gesetz erlaubt Innovation und ermöglicht auch, Wohnraum optimal zu nutzen. Man kann es aber auch negativ sehen: Der Siedlungskonsens ist weg. Und das Satteldach auch.

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