EIL: Durchbruch beim Wiesengrund

Nach monatelangen Beratungen über unterschiedliche Modelle, wer zu welchen Bedingungen Sozialwohnungen am Wiesengrund bauen könnte, hat der Stadtrat am Abend auf Vorschlag von Oberbürgermeister Mathias Neuner trotz kontroverser Diskussion relativ einmütig eine Lösung beschlossen: Die Stadt baut die Wohnungen selbst. Hierzu nimmt sie erhebliche Zuschüsse aus dem Bayerischen Wohnungsbaupakt in Anspruch. Geplant sind 65 Wohneinheiten mit 4.800 Quadratmeter Wohnfläche.

Der ursprünglich anspruchsvolle Bebauungsplan soll geändert werden, um die verfügbare Fläche optimaler nutzen zu können. Davon profitieren auch Bauträger, die sich für den Wohnungsbau im mittleren Baufeld interessieren. Dort waren wbl und Acredo zunächst als Sieger aus einem Bauträgerwettbewerb hervorgegangen, wollten dann aber doch nicht bauen, weil zu wenig Wohnfläche entstanden wäre, um gemäßigte Preise festzusetzen. Nun ist die Blockade aufgehoben; das Rennen ist wieder offen. Aus dem Kreis aller Bauträger sollen jetzt Grundstückskäufer gesucht werden, die dann weiter gehende Baumöglichkeiten erhalten und von Verpflichtungen befreit sind, unter anderem von der SoBoN-Richtlinie.

Der Beschluss bewirkt, dass es spätestens 2020 mehr preisgünstigen Wohnraum in Landsberg geben wird. Ein guter Anfang, mehr aber nicht, denn der Bedarf ist mindestens dreimal so groß. Eine ausführliche Analyse zu den Beschlüssen und zu dem, was noch offen ist, lesen Sie am nächsten Mittwoch im KREISBOTEN.

Advertisements