Wieder süddeutsch

Es war ein Wochenende der Extraklasse. Ein Stadtfest (auf dem Hauptplatz unter der Regie der Stadt Landsberg), das so gut besucht war, dass es an seine Grenzen stieß. Eine Gospel-Performance (in der Montessori-Schule unter Regie von Charles Logan), die manifestierte, dass die Kraft der Musik von Jugend an lebensbegleitend sein kann. Vor allem aber: Ein Töpfermarkt (unter der Regie von Stadtrat Hans-Jürgen Schulmeister, Berater Harald Busse und Marktleiter Christoph Zerle), der künstlerisch so überragende Qualität bot, dass man sich um seine Zukunft nicht sorgen muss.

Er ist wirklich wieder „süddeutsch“, dieser Töpfermarkt; er setzt Maßstäbe. Der Stadt und ihren Beratern ist es gelungen, hochwertige, anspruchsvolle und künstlerisch bedeutsame Exponate nach Landsberg zu holen. „Exponate“ ist natürlich das falsche Wort, ebenso wie „Aussteller“ nicht stimmig ist. Es ist ein Markt; uns haben Fieranten besucht; es kamen Verkäufer in die Stadt. Aber die vielfach registrierte Wortwahl zeigt: Wir haben ein Niveau erreicht, um das sich andere Städte vergeblich bemühen.

Dazu kam die Leichtigkeit des Seins; die Stadt hat die Fieranten zurecht hofiert. „Man hat uns zum Frühstück mit Brezen versorgt“, hörten wir. „Abends saßen wir noch am Lech zusammen“. „Die Stadt hat tolle Musik bestellt“. „Die Werbung für den Markt war hervorragend“. „Der Töpfermarkt ist sehr gut organisiert“. Ähnlich Positives hätte man vor einigen Jahren nicht gehört. Fast alle, die 2017 einen Stand gemietet haben, wollen wiederkommen. Fast alle werden den Markt weiterempfehlen. Sie fahren in ihre Ateliers und Werkstätten mit einer guten Erinnerung an Landsberg am Lech zurück.

Vor dem Hintergrund des Lechwehrs, am Eingang zur Altstadt, ist der Töpfermarkt inzwischen auch an der richtigen Stelle angekommen. Es war ein kurzer Weg für die Fieranten, aber ein wichtiger Weg für den Erfolg.

Märkte schaffen Miteinander. Sie generieren eine gemeinsame Agenda. Die Stadt ist dazu auf dem richtigen Weg. Der Töpfermarkt 2017 war ein Meilenstein. Bitte weiter so!

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