Gegen das Vergessen

Ein Kommentar von Werner Lauff

Die Arbeit der „Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung“ aus Landsberg ist heute Abend im festlichen Rahmen in Schloß Schleissheim mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis in Gold geehrt worden.

Offiziell geht es bei dieser Ehrung um denkmalpflegerische Maßnahmen in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Im April 2014 konnten die Arbeiten zur Konservierung der Tonröhrenbauten am sogenannten Außenlager „Kaufering VII“ beginnen, das auf Landsberger Boden steht. Die private Stiftung unter ehrenamtlicher Leitung von Manfred Deiler hatte darauf lange hingewirkt. Inzwischen ist der Erhalt der Bauten sichergestellt.

Im Grunde sprechen die Ingenieurekammer-Bau und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege der Stiftung aber Dank und Anerkennung für ein jahrzehntelanges Engagement gegen das Vergessen aus, das die Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert initiiert hat.

Inzwischen sind weitere Schritte eingeleitet. Die einzelnen Stätten des Grauens rund um Kaufering werden in Beziehung gesetzt. Demnächst wird auch darüber beraten, wo und wie die Befassung mit dem Geschehenen institutionalisiert werden kann.

Die Stiftung, in der auch Erich Püttner und Franz-Xaver Rößle mitwirken, ist heute Abend zurecht in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Es ist zu hoffen, dass es so bleibt.

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